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06.01.2012

Apothekenkonjunkturindex

Zweite AMNOG-Welle wirft ihre Schatten voraus


Die deutschen Apothekerinnen und Apotheker schauen düster in die Zukunft. Die aktuellen Ergebnisse des Apothekenkonjunkturindex (APOkix) vom Institut für Handelsforschung zeigen, dass knapp 87 Prozent der Apotheker in den kommenden zwölf Monaten mit sinkenden Umsätzen rechnen. Jeder Zweite gibt sogar an, ein stark verschlechtertes Ergebnis zu erwarten. Der Index der Geschäftserwartung fällt im Dezember damit erstmals unter den Wert des Jahresanfangs: Unmittelbar nach Inkrafttreten des AMNOG Anfang 2011 hatten sich Apothekerinnen und Apotheker bereits beunruhigt gezeigt. Jetzt – kurz vor der Neuregelung der Großhandelszuschläge in der zweiten Umsetzungsphase des AMNOG – wird die Unsicherheit der Apothekerschaft einmal mehr deutlich. Auch die aktuelle Geschäftslage konnte zum Jahresende nicht zulegen und hält sich wie in den Vormonaten beständig auf Negativ-Niveau.

 

Apotheken rüsten sich für die Zukunft

Die APOkix-Ergebnisse zur Geschäftslage und -erwartung zeigen mehr als deutlich, dass das AMNOG seine Spuren in den deutschen Apotheken hinterlässt. Um in diesen stürmischen Apothekerzeiten bestehen zu können, setzt die Apothekerschaft (97 Prozent) in 2012 auf apotheken-exklusive Mehrwerte im Sinne einer sicheren und qualitativ hochwertigen Arzneimittelversorgung für den Kunden. Der Fokus auf heilberufliche Leistungen sowie ein verstärktes Engagement in Richtung Prävention sollen darüber hinaus ebenfalls dazu beitragen, das Profil der Apotheken zu schärfen. Dies ist auch vor dem Hintergrund einer klaren Positionierung gegenüber Versandapotheken und branchenfremden Anbietern wie z. B. Drogeriemärkten nötig. Das eindeutige Bekenntnis der deutschen Apothekerschaft zu Inhalten spiegelt sich auch in dem Ergebnis zum Thema Pricing wider. Lediglich ein knappes Drittel der Befragten ist der Auffassung, verstärkt auf preisorientierte Marketingkonzepte setzen zu müssen. Grundsätzlich ist zu beobachten, dass Apothekerinnen und Apotheker mit dem klaren Bekenntnis zum Kunden versuchen, das Schicksal ihrer Apotheke selbst zu beeinflussen. Auf Politik und Standesvertretungen alleine vertrauen hingegen nur wenige. Gesundheitspolitiker werden in der Bewertung durch die APOkix-Teilnehmer nach Schulnoten mit einer Durchschnittsnote von 5,4 (mangelhaft) abgestraft und verschlechtern sich sogar noch einmal im Vergleich zum letzten Jahr, während die Standesvertretungen (mit einer Durchschnittsnote von 4,7) ein ebenso schlechtes Ergebnis wie 2010 erreichen.

 

Weitere Informationen zum APOkix unter www.apokix.de

 

Quelle: Institut für Handelsforschung (IFH) Datum 21.12.2011


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