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18.11.2013

Gesundheitsforschung und Entwicklung

Stagnation bei Investitionen


Die private Industrie investierte im Jahr 2011 in der Europäischen Union 29 Milliarden Euro in Gesundheitsforschung und Entwicklung, die öffentliche Hand 18 Milliarden Euro. Nach Jahrzehnten jährlicher Steigerungen bedeutet dies erstmals eine Stagnation im privaten und einen leichten Rückgang im öffentlichen Sektor, wie aus dem Anfang Oktober in Brüssel vorgestellten Bericht "Investing in European Health R&D" hervorgeht. Der Bericht wurde vom forschenden Pharmaunternehmen Janssen initiiert, die Daten von der Deloitte Health Economics Group ausgewertet.

 

Industrie investiert am meisten

Laut Bericht lag der Gesamtbetrag für die Gesundheitsforschung und -entwicklung in der Europäischen Union im Jahr 2011 bei 47 Milliarden Euro, davon sind 60 Prozent von der pharmazeutischen Industrie und 40 Prozent von den Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission investiert worden. Während private Investitionen mit 29 Milliarden Euro erstmalig stagnierten, sind die öffentlichen Investitionen um 1 Prozent auf 18 Milliarden Euro gesunken. Zu den Investitionen der öffentlichen Hand gehören die akademische Forschung und öffentliche Forschungsmittel. Hauptinvestor in die Gesundheitsforschung und Entwicklung war Deutschland mit einem Gesamtbetrag von 9,4 Milliarden Euro, gefolgt von Frankreich (8,3 Milliarden Euro), Großbritannien (7,4 Milliarden Euro), der Schweiz (5,3 Milliarden Euro) und Italien (2,4 Milliarden Euro).

In Deutschland haben forschende Pharma-Unternehmen nach Angaben des Verbandes der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) im vergangenen Jahr mehr als je zuvor für Forschung und Entwicklung (F&E) aufgewendet. Mit insgesamt 5,3 Milliarden Euro lagen die Investitionen der Industrie im Jahr 2012 acht Prozent über dem Wert von 2011.

Die Entwicklung in der EU ist laut Bericht von Janssen und der Deloitte Health Economics Group unter anderem bedingt durch die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Länder und wird durch die Ungewissheit über die zukünftigen Marktbedingungen und die zunehmend begrenzten Belohnungsmechanismen für Innovationen noch verstärkt. Diese Ergebnisse müssten angesichts einer alternden Bevölkerung in Europa sowie vieler Millionen Patienten, die auf neue Lösungen angewiesen sind, breit diskutiert werden.

"Der Hauptschwerpunkt unserer Forschung liegt darauf, neue und bessere Behandlungen für Patienten zu finden und dabei zu berücksichtigen, dass der Nutzen dieser Behandlungen stets die Kosten für die Gesellschaft überwiegt," sagte Jane Griffiths, Company Group Chairman von Janssen in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika. "Heute sind die Innovationen von gestern günstig und für alle erhältlich. Bevor dies möglich ist, müssen neue Technologien und Arzneimittel entdeckt und entwickelt werden. Die extrem hohen Risiken, die pharmazeutische Unternehmen dabei tragen, sind nur vertretbar, wenn sie angemessen und fair honoriert werden. Jeder profitiert davon: der Patient, die Gesellschaft und die Industrie. Wir alle können es uns nicht leisten, keine medizinischen Neuerungen einzubringen."

Der Report "Investing in European Health R&D" und alle weiteren Berichte des Janssen Health Policy Centers stehen kostenlos zur Verfügung und können von der Webseite www.janssenhealthpolicycentre.com heruntergeladen werden.

 

Quelle: Pressemitteilung Janssen-Cilag GmbH Foto: ABDA


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