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08.01.2013

Grippeimpfstoffe

Neue Ausschreibungen gefährden künftige Versorgung


"Aus den Versorgungsschwierigkeiten bei Grippeimpfstoffen in diesem Herbst haben einige Krankenkassen anscheinend nichts gelernt: Sie haben neue Ausschreibungen für Exklusivverträge mit einzelnen Impfstoffanbietern gestartet - als sei nichts gewesen, obwohl sich immer gezeigt hat, es handelt sich um Rabatte statt Versorgungssicherheit. Millionen Versicherte haben am eigenen Leibe erfahren müssen: Solche Exklusivverträge sind ungeeignet für eine gute und flexible Impfstoffversorgung. Kein Patient wird verstehen, wenn ihm dies ein weiteres Mal zugemutet wird." Das sagte Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) in Berlin. "Solche Verträge stehen einer schnellen Reaktion auf Lieferengpässe bei einzelnen Herstellern im Wege und verhindern auch, dass verschiedene Bevölkerungsgruppen mit jeweils für sie besonders geeigneten Impfstoffen geschützt werden können. Wir müssen aus dem Versorgungschaos, das dem Motto 'Geiz ist geil' folgt, in diesem Jahr lernen und zu Kooperationsvereinbarungen zwischen Herstellern und Kassen kommen, die die Impfziele in den Vordergrund stellen."

 

Für Deutschland sind 16 Impfstoffe gegen die saisonale Grippe (Influenza) zugelassen. Sie sind entwickelt worden gegen die Virenstämme, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO und der europäischen Arzneimittelagentur EMA als die relevantesten für die aktuelle Grippesaison eingestuft wurden. Für die Saison 2013/2014 werden WHO und EMA voraussichtlich neue Stämme angeben, sodass neue, darauf abgestimmte Impfstoffe entwickelt und produziert werden müssen. Wieder wird es nicht möglich sein, vor der Saison Impfstoffvorräte anzulegen.

 

Anfang Dezember haben die Krankenkassen in fünf Bundesländern neue Ausschreibungen für Grippeimpfstoffe für die Saison 2013/14 gestartet.

 

Quelle: Pressemitteilung vfa Datum: 20.12.2012 Foto: © Eisenhans - Fotolia.com


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