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06.01.2012

Versorgungsreport

Ausgaben ungleich verteilt


Die Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind sehr ungleich verteilt. Auf rund 20 Prozent der Versicherten entfallen etwa 80 Prozent der Ausgaben. Das zeigt der Versorgungs-Report 2012 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). So werden 23,1 Prozent der Ausgaben für ein Prozent der Versicherten aufgewendet. Basis der Berechnungen sind die Ausgaben aller im Jahr 2008 bei der AOK versicherten Personen.

 

Die größten Ungleichheiten gibt es demnach in der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen. Hier konzentrieren sich auf vergleichsweise wenige Personen besonders hohe Ausgaben, während auf vergleichsweise viele Versicherten nur geringe Kosten entfallen. Bei den über 60-Jährigen ist die Ausgabenverteilung erheblich gleichmäßiger.

 

Mit dem 2009 eingeführten morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) werden zwar bei den Zuweisungen der Gelder aus dem Gesundheitsfonds an die Krankenkassen auch die Kosten für 80 Krankheiten berücksichtigt. Allerdings führt ein Methodenfehler bei der Berechnung dieser Zuweisungen dazu, dass für Schwerkranke zu wenig Geld zur Verfügung steht. Das zeigt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesversicherungsamts. In der Dezemberausgabe des AOK-Magazins "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) analysiert Tim Rödiger vom AOK-Bundesverband in seinem Beitrag "Fehler im Finanzausgleich" die Folgen.

 

Quelle: AOK Datum: 02.01.2012


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